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Reisetipps

Einreise, Ausreise, Verkehr

Einreise

Zur Einreise nach Sri Lanka benötigen Sie einen Reisepass, dessen Gültigkeitsdauer Ihre Aufenthaltsdauer um mindestes sechs Monate überschreitet, genügend finanzielle Mittel für Ihren Aufenthalt und ein Rück- oder Weiterflugticket.

Vor der Einreise müssen Sie eine "Immigration Card" ausfüllen. Häufig erhalten Sie diese bereits im Flugzeug, die Karten liegen aber auch im Flughafen aus. Nehmen Sie sich gleich eine zweite Karte mit; Sie brauchen diese bei der Ausreise und bei einer eventuellen Verlängerung des Visums.

Zwar erhalten Sie als EU-Bürger bei der Einreise kostenfrei ein Visum für 30 Tage, dieses müssen Sie jedoch vorher online auf einer speziellen Webseite des Department of Immigration & Emigration beantragen. Die "Bearbeitungsgebühr" beträgt 30 US$. Dafür geht die Abfertigung durch die Einwanderungsbehörde bei der Einreise etwas schneller.
Wenn Sie keine Möglichkeit haben, den Antrag online zu stellen, können Sie dies bei der Ankunft an einem speziellen Schalter - verbunden mit meist recht langer Wartezeit - nachholen.

Dank Computerisierung fällt bei der Ausreise am Flughafen sofort auf, wenn Sie das Visum überzogen haben. Bleiben Sie länger als 30 Tage, müssen Sie das Visum innerhalb der ersten 30 Tage Ihres Aufenthalts verlängern lassen. Eine Verlängerung des Visums auf maximal sechs Monate ist möglich, vorausgesetzt, Sie haben ein Rück- oder Weiterflugticket und können nachweisen, dass Sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen. Bewahren Sie ihre Wechselquittungen auf. Sie müssen diese bei einer Visumsverlängerung vorlegen.

Die Duty-Free-Grenzen bei der Einreise: Zwei Flaschen Wein oder Sekt und 1,5 Liter hochprozentiger Alkohol. Für Tabakwaren wurden 2006 die Freigrenzen gestrichen - die Einfuhr lohnt nicht mehr, da Zigaretten & Co. extrem hoch verzollt werden.

Wertvolle Geschenke für Einheimische und zum Verkauf in Sri Lanka bestimmte Waren müssen Sie beim Zoll anmelden und eventuell verzollen und versteuern. Nicht einführen dürfen Sie Waffen, dazu zählen auch feststehende Messer, Munition, Explosivstoffe, jegliche Art von Drogen sowie pornographische und volksverhetzende Literatur.

Wenn Sie mit wertvollem Schmuck einreisen, der aus Sri Lanka stammt oder stammen könnte, melden Sie ihn bei der Einreise beim Zoll an. Das vermeidet Probleme bei der Ausreise.

Auf die Einfuhr und Ausfuhr von Drogen und auf Drogenhandel steht in Sri Lanka die Todesstrafe.


Ausreise

Bis zu drei Kilogramm Tee sind bei der Ausreise zollfrei, darüber hinausgehende Mengen müssen Sie verzollen. Der Zoll beträgt aber nur ein paar Rupien pro Kilogramm. Die maximale Menge, die Sie ausführen dürfen ist sechs Kilogramm.

Edelsteine und Schmuck dürfen Sie in beliebiger Menge ausführen, Sie müssen aber eventuell bei der Ausreise nachweisen, dass Sie genügend Devisen zum Kauf mit sich geführt haben. Bewahren Sie daher alle Wechselquittungen, Kreditkartenbelege und Kaufquittungen auf.

Für Antiquitäten, die älter als 50 Jahre sind, benötigen Sie eine Ausfuhrgenehmigung. Für historische bedeutsame Gegenstände, wie z. B. Palmblatt-Bücher, werden Sie diese jedoch nicht bekommen.

Was Sie auf keinen Fall ausführen dürfen

Alle Tiere und Pflanzen oder Teile davon die dem Washingtoner Artenschutzabkommen unterliegen. Dazu gehören im Besonderen: Schildkröten oder Schildkrötenerzeugnisse, wie Schildpatt, sowie Elfenbein.

Darüber hinaus verbietet Sri Lanka jegliche Ausfuhr von Korallen und der dort lebenden Meerestiere, z. B. Wasserschnecken. Gerade große Wasserschnecken werden häufig als Souvenirs angeboten, und obwohl man Ihnen das Gegenteil erzählt, werden diese Tiere extra für den Souvenierhandel getötet. Die versuchte Ausfuhr wird mit bis zu 1000 US-Dollar Strafe geahndet.

Sri Lanka Rupien dürfen nur bis zu einer Höhe von 1000 Rupien ausgeführt werden. Wenn Sie die Geldscheine nicht als Souvenir mitnehmen möchten, ist es auch nicht sinnvoll, größere Mengen an Landeswährung auszuführen, selbst wenn Sie vorhaben, noch einmal nach Sri Lanka zu reisen. Der Verfall der Rupie beträgt gegenüber dem US-Dollar jährlich 15 bis 25 Prozent.
Nicht ausgegebene Rupien können Sie nach dem Einchecken am Flughafen ohne großen Verlust in Euro oder US-Dollar zurücktauschen.


Verkehr

Bahn

Das Bahnnetz verbindet alle größeren Städte Sri Lankas. Das Reisen mit der Bahn ist recht bequem und "schnell", Expresszüge fahren mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 bis 60km/h, im Hochland 20 km/h. Die Fahrt von Hikkaduwa nach Colombo dauert z. B. mit dem Expresszug 2 Stunden. Die Pendlerzüge morgens und nachmittags sind immer überfüllt.

Folgende Städte werden durch Bahnlinien verbunden:

  • an der Südwestküste: Colombo - Kalutara - Galle - Matara
    (die Strecke wird z. Z. bis Hambantota ausgebaut)
  • an der Westküste: Colombo - Negombo - Chillaw - Puttalam
  • ins Hochland:
    • Colombo - Peradeniya Junction - Kandy
    • Colombo - Avissawella - Ratnapura - Opanaike
      (die Strecke ab Avissawella ist seit Jahren außer Betrieb)
  • im Hochland:
    • Peradeniya Junction - Hatton - Nanu Oya (Nuwara Eliya) - Ella - Badulla
    • Kandy - Matale
  • in Richtung Ostküste:
    • Colombo - Kurunegala - Maho Junction - Habarana - Galoya Junction - Polonnaruwa - Kalkudah - Batticaloa
    • Colombo - Galoya Junction - Trincomalee
  • in den Norden:
    • Colombo - Maho Junction - Anuradhapura - Vavuniya - Jaffna - Kankesanturai
    • Anuradhapura - Mihintale
    • Anuradhapura - Mannar - Talaimannar

Busse

Neben den staatlichen Bussen gibt es unzählige private Busse, ohne die das Transportsystem in Sri Lanka zusammenbrechen würde. Bei den staatlichen Bussen gibt es Kurzstrecken- und Expressbusse. Die privaten Busse sind meistens Expressbusse, teilweise mit Klimaanlage, deren Fahrer nach gefahrenen Kilometern bezahlt werden. Überholmanöver dieser Busse finden daher häufig im Vertrauen auf Buddha statt und in der Hoffnung, dass der Gegenverkehr ausweicht.

Die Fahrzeit von Hikkaduwa nach Colombo beträgt, je nach Tageszeit und Wochentag zweieinhalb bis vier Stunden. Auch die Busse sind zu Arbeitsbeginn und -ende immer überfüllt. Für längere Strecken sollten Sie sich den Luxus eines Busses mit Klimaanlage und Sitzplatzgarantie gönnen.


Auto mit und ohne Fahrer, Motorrad

Wenn Sie das für Sri Lanker wohlgeordnete Chaos, für Europäer einfach nur Chaos, auf den Straßen rund um Colombo und entlang der Westküste erlebt haben, werden Sie wohl kaum das Bedürfnis verspüren, selbst Auto fahren zu wollen. Abgesehen davon ist das Mieten eines Autos mit Fahrer preiswerter als eines ohne Fahrer - die Chance, dass der Vermieter das Fahrzeug unbeschädigt zurückbekommt, ist mit Fahrer einfach höher.

Im Landesinneren und südlich von Galle ist der Verkehr zwar weniger dicht, die Straßen sind aber dort teilweise in einem Zustand, der Sie zu Fuß schneller vorankommen lässt als mit einem Auto. Für Ausflüge ins Landesinnere bietet sich, wenn Sie wirklich selbst fahren möchten, das Leihen eines Motorrades an. Bedenken Sie dabei, dass diese Fahrzeuge in aller Regel nicht als Mietfahrzeuge versichert sind, und dass Sie für alle Schäden am Fahrzeug selbst aufkommen müssen. Kontrollieren Sie das Fahrzeug auf Funktionstüchtigkeit. Überlebenswichtig sind gute Bremsen, Licht und Hupe.

In jedem Fall gilt: Fahren Sie äußerst defensiv. Allein in der näheren Umgebung von Hikkaduwa kommt es in jeder Saison zu mehreren schweren und tödlichen Unfällen mit westlichen Motorradfahrern.

Offiziell benötigen Sie, um in Sri Lanka fahren zu dürfen, einen Internationalen Führerschein. Zusätzlich müssen Staatsangehörige aus Ländern mit Rechtsverkehr in einer Art Fahrprüfung, die in Colombo abzulegen ist, nachweisen, dass sie mit dem (Links-)Verkehr zurechtkommen. Tatsächlich ist es so, dass kaum ein Streifenpolizist mit dem Internationalen Führerschein etwas anfangen kann. Inoffiziell reicht Ihr nationaler Führerschein. Wahrscheinlich täte es aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse der Polizisten auch der Ausweis eines Kaninchenzüchter-Vereins, so lange ein Foto darauf ist.

Geschwindigkeitsbegrenzungen, soweit durch Verkehrsschilder nicht anders geregelt: innerhalb Colombos 40 km/h, Ortschaften 50 km/h, außerhalb von Ortschaften 70 km/h, auf der neuen Autobahn 100 km/h. Auch in Sri Lanka gibt es Radarkontrollen! Wenn es Sie erwischt hat, kostet das je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Rupien mit Quittung - ohne Quittung die Hälfte. Für Fahrer eines Motorrades oder Mopeds besteht Helmpflicht, der Beifahrer braucht keinen, sollte aber trotzdem einen tragen. Strafe für Fahren ohne Helm: 500 bis 1000 Rupien (mit Quittung).

Wenn Sie in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt sind, egal ob verschuldet oder unverschuldet:

  • Halten Sie den nächsten Minibus an und fahren Sie Verletzte mit diesem ins nächste Krankenhaus. Warten Sie nicht auf eine Ambulanz. Sie verlieren nur kostbare Zeit.
  • Wenn Einheimische verletzt wurden, verfahren Sie wie oben. Fahren Sie aber selbst auch mit und lassen Sie sich von mindestens zwei Angehörige des Verletzten und wenn möglich einem unbeteiligten Unfallzeugen begleiten. Benutzen Sie zum Transport von Verletzten auf keinen Fall das Unfallfahrzeug. Dieses muss bis zum Eintreffen der Polizei unverändert am Unfallort bleiben. Das Fahrzeug wird bis zur endgültigen Klärung des Unfallhergangs sichergestellt.
  • Lassen Sie sich auf dem Weg zum Krankenhaus an der nächsten Polizeistation absetzen und nehmen Sie einen der Angehörigen des Verletzten und den Unfallzeugen mit. Fragen Sie in der Polizeistation nach dem SOP (Superintendent of Police) - dieser versteht meistens besser Englisch als die normalen Polizisten - und melden Sie den Unfall.
  • Wenn Sie in der Nähe des Unfallortes wohnen, oder sich da ein Zimmer nehmen, müssen Sie als westlicher Ausländer - auch bei einem verschuldeten Unfall - nicht befürchten, dass Sie verhaftet werden. Bis zur Klärung des Unfallhergangs wird aber normalerweise Ihr Reisepass eingezogen. In diesem Fall setzen Sie sich umgehend mit der Botschaft ihres Heimatlandes in Verbindung.
  • Häufig werden Ihnen nach einem Unfall mit leichten Personenschäden seitens der Polizei und / oder der Angehörigen des Opfers Vorschläge unterbreitet, das Ganze mit Geld zu regeln. So ein Angebot sollten Sie, eventuell nach Rücksprache mit der Botschaft, immer annehmen, um Gerichtsverfahren zu vermeiden. Derartige Gerichtsverfahren können sich über Jahre hinziehen und Ihre Anwesenheit ist bei Gerichtsterminen immer erforderlich.